Der neue Trend heisst eindeutig Auswandern. Im Fernsehen gibt es so viele Sendungen dass kaum einer nicht die Lust verspürt sich aus dem Staub zu machen und Deutschland hinter sich zu lassen.
Wie wäre es denn mit Spanien? Wie wir ja alle wissen, haben wir als EU Bürger die freie Wahl was unseren Wohnsitz betrifft. Man darf Eigenheim erweben, arbeiten und Kredite aufnehmen ohne eine besondere Genehmigung dafür einholen zu müssen. Auch eine eigene Firma im fremden Land gründen ist kein Problem.
Was man allerdings beachten sollte ist, dass man auf jeden Fall steuerlich zur Kasse gebeten wird, wenn man länger als 183 Tage im Jahr dort verbringt. Genauso ist das wenn man seinen Hauptsitz in Deutschland behält, aber seine Haupteinnahmen aus Spanien bekommt, dann muss man ebenfalls Steuern zahlen.
Schlimmer trifft es Ehepartner. Sollte der Ehegatte oder das minderjährige Kind nach Spanien ausgewandert sein, so muss man trotzdem zahlen. Im schlimmsten Falle muss man zeitweilig in zwei Ländern Steuern zahlen, in Deutschland und in Spanien.
Wer in Spanien eine Immobilie kaufen möchte, der braucht eine Ausländernummer, dort Numero de Identificacion de Extranjeros genannt. Diese Ausländernummer benötigt man um beim spanischen Finanzamt ordentlich registriert zu sein. Dazu benötigt man dann noch einen spanischen Steuerberater sowie einen Anwalt, die sich um die Angelegenheiten kümmern.
Wer seinen Wohnsitz dann komplett nach Spanien verlegen möchte, der braucht eine Wohnsitzbescheinigung, die gleichzeitig als Arbeitserlaubnis gültig ist. Diese Wohnsitzbescheinigung heisst residencia. Wenn man über die residencia verfügt, braucht man keine Ausländernummer mehr und kann sich dann auch Anwalt und Steuerberater sparen. Dann ist man ja offiziell kein Tourist mehr, sondern spanischer Mitbürger.
Dann muss man eigentlich nur noch seine sieben Sachen packen und auf nach Spanien, in ein neues Leben.